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Hypokaustenheizung der Römer

Die Römer nutzten vor allem ein ausgeklügeltes Warmluft-Heizsystem, das als Hypokaustenheizung bezeichnet wird. Sie gilt als eine der technisch fortschrittlichsten Heizformen der Antike.

Aufbau und Funktionsweise:

Die Wärme entstand in einer Feuerstelle (Praefurnium) ausserhalb oder am Rand des Gebäudes.

Von dort strömte heisse Luft unter den Fussboden, der auf kleinen Ziegelpfeilern (Pilae) ruhte.

Zusätzlich wurde die Warmluft durch Hohlziegel in den Wänden (Tubuli) nach oben geleitet, wodurch auch die Wände erwärmt wurden.

Die Wärme entwich schliesslich über Öffnungen im Dach oder in den Wänden.

Einsatzbereiche:
  • Vor allem in Thermen, Villen wohlhabender Römer sowie in öffentlichen Gebäuden
  • In einfachen Wohnhäusern war diese Technik eher selten
Vorteile:
  • Gleichmässige, angenehme Wärme
  • Rauchfreie Innenräume
  • Beheizung von Fussböden und Wänden zugleich
Nachteile:
  • Hoher Brennstoffverbrauch (meist Holz)
  • Aufwendig in Bau und Wartung
  • Nur für wohlhabende Haushalte oder öffentliche Bauten geeignet
Das römische Hypokaustensystem ist der direkte Vorläufer moderner Fussboden- und Warmluftheizungen und zeugt vom hohen technischen Niveau der römischen Baukunst.
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