Sparpotential beim Duschen

An Duschen Sparbrausen installieren
Um das Sparpotential beim Duschen herauszufinden, muss man die Durchflussmenge des Duschkopfs herausfinden – nach demselben einfachen Verfahren wie bei den Wasserhähnen am Lavabo. Der Wasserverbrauch sollte dabei maximal 12 Liter pro Minute betragen. Ist ein 5-Liter-Eimer bereits in weniger als 25 Sekunden gefüllt, empfiehlt sich der Austausch der Duschbrause.
Vorgehen
Sie benötigen einen Eimer mit Füllmarkierungen sowie eine Uhr mit Sekundenanzeige oder verwenden Sie die Timer-Funktion Ihres Mobiltelefons.
Stellen Sie Ihren Duschkopf auf die Einstellung ein, die Sie üblicherweise verwenden, und lassen Sie Wasser in den Eimer laufen, zum Beispiel bis zur 3-Liter-Marke. Stoppen Sie dabei die Zeit.
Den Durchfluss pro Minute können Sie anschliessend wie folgt berechnen:
60 Sekunden, geteilt durch die gemessene Zeit in Sekunden, multipliziert mit der entnommenen Wassermenge in Litern.
Funktion der Energiesparbrausen erklärt
Moderne Energiesparbrausen reduzieren den Wasser- und Energieverbrauch spürbar, ohne den Duschkomfort zu beeinträchtigen. Achten Sie beim Kauf auf das Energiespar-Label und investieren Sie in mehr Effizienz, Nachhaltigkeit und niedrigere Energiekosten - das ist das Sparpotential beim Duschen.
Hersteller von Sparbrausen und Sparduschköpfen setzen unterschiedliche Technologien zur Reduktion des Wasserdurchflusses ein, die auch miteinander kombiniert werden können:
- Durchflussbegrenzung: Der Wasserdurchfluss wird durch eine gezielte Verengung innerhalb der Brause reduziert. Dieses Bauteil wird als Restriktor bezeichnet.
- Strahloptimierung: Der Wasserstrahl wird in zahlreiche feine, zugleich aber kraftvolle Einzelstrahlen aufgeteilt, um den Duschkomfort zu erhalten.
- Luftbeimischung: Dem Wasser wird Luft beigemischt, wodurch der Strahl voluminöser wirkt. So kann mit geringerem Wasserverbrauch ein angenehmes und reinigendes Duscherlebnis erzielt werden.
Gibt es Nachteile bei Sparbrausen oder Sparduschköpfen?
Beim Wassersparen stellt sich häufig die Frage, ob eine längere Duschdauer erforderlich ist, um das gleiche Reinigungsergebnis zu erzielen. Um dieser Frage nachzugehen, haben wir einen Übungskopf verwendet, wie er in der Ausbildung von Coiffeurinnen und Coiffeuren eingesetzt wird. Die Haare wurden jeweils angefeuchtet, mit einer identischen Menge Shampoo einmassiert und anschliessend mit unterschiedlichen Brausen ausgespült. Dabei wurde die benötigte Zeit exakt gemessen.
Die Ergebnisse waren aufschlussreich: Bei bestimmten Sparbrausen zeigte sich, dass ab einem Durchfluss von rund 5 Litern pro Minute das Ausspülen der Haare gleich schnell oder nur unwesentlich langsamer erfolgte als mit herkömmlichen Brausen mit 10 Litern pro Minute. Erst bei Durchflussmengen unterhalb von 5 Litern pro Minute nahm die benötigte Ausspülzeit teilweise deutlich zu.
Dieser Effekt lässt sich wie folgt erklären: Bei hohem Wasserdurchfluss perlt ein erheblicher Teil des Wassers ab, ohne effektiv zur Entfernung des Shampoos beizutragen, da nicht jeder Wassertropfen in direkten Kontakt mit den Haaren gelangt. Bei reduziertem Durchfluss wird das Wasser hingegen effizienter genutzt. Sinkt der Durchfluss weiter, gewinnt der mechanische Effekt des Massierens zunehmend an Bedeutung. Während der Versuche wurde die Brause mit einer Hand geführt, während mit der anderen Hand der Übungskopf massiert und das Haar aufgelockert wurde – vergleichbar mit dem Vorgehen beim Duschen im Alltag.